kohlekraft

Die Bundesregierung beschließt, Kohlekraftwerke auch nach 2018 weiter zu subventionieren. Angela Merkel verspricht zwar immer mal wieder eine „Dekarbonisierung der Weltwirtschaft“, doch die wird es wohl in Deutschland so nicht schnell geben. Vom Kohleausstieg ganz zu schweigen. Eigentlich hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) beabsichtigt, mit dem neuen Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung , kurz „KWK“, die Klimaziele von 40 Prozent weniger Treibhausgasen bis 2020 zu erreichen. Allerdings ist sein Vorhaben bislang nicht zu erfüllen. Durch das neue KWK hat der Bundestag auch die Möglichkeit offen gelassen für Subventionen alter und klimaschädlicher Kohlekraftwerke.  Das bedeutet, dass die Klimaziele eher in den Sternen stehen und Stromkunden wohl wieder zahlen müssen.

Pestizide

Glyphosat ein Pestizid, was am häufigsten genutzt wird bei der Landwirtschaft und dessen Nutzung zurzeit heiß diskutiert wird. Die große Frage, die sich alle stellen: Fördert das Unkrautgift nun Krebs oder nicht? In der letzten Zeit gab es unterschiedliche Bewertungen seitens der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz Efsa,  vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und von der IARC, Agentur für Krebforschung. Generell ist festzuhalten, dass IARC in erster Linie, wie stark die Beweislage dafür ist, dass etwas beim Menschen Krebs auslöst – und nicht, wie stark der Effekt ist während die Efsa und das BfR Risikobewertung betreiben. Der unterschied schlägt zeigt sich auch in den Methoden. Die Efsa stützt sich nur auf die Wirkung von Glyphosat, die IARC untersucht auch Mittel, in denen Glyphosat enthalten ist. Neben unterschiedlichen Untersuchungsmethoden, bekennen sich die Experten auch zu differenzierten Meinungen in entscheidenden: Die Efsa bezieht sich unter anderem auf neun Langzeitstudien mit Ratten. Die Studien konnte keine große Zunahme von Tumoren feststellen, sodass die Ergebnisse als beruhigend eingestuft wurden.  Die IARC hingegen stufte den Unkrautvernichter erst im Juli öffentlich als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Seit Monaten streiten Forscher und Politiker also über die Genehmigung beziehungsweise das Verbot von Glyphosat. 2016 würde das Zulassungsrecht des Pestizids in der EU auslaufen, der Bericht der Efsa ist bei der Entscheidung relevant, ob es weiterhin zugelassen wird.  Eine brauchbare abschließende Bewertung steht nach wie vor aus. Währenddessen mehren sich vage Vermutungen über die Art und Weise der  wissenschaftlichen Einschätzung des Mittels. Sogar Betrug wurde spekuliert. Umweltschützer kritisieren die EU Behörde für Lebensmittelsicherheit. Man fordert die Klärung der offenen Fragen und das Aussetzen von Anwendungen, bis man sicher sein kann.

Plastikbeutel

Was sich 2016 ändern wird, ist wohl der Preis für die Plastiktüte in Supermärkten. Es gibt Schätzungen, dass diese rund 20ct teuer werden soll laut einem Entwurf des Handelsverband Deutschlands. Der HDE verfolgt dennoch das Ziel, einen „angemessenen Preis für Plastiktüten“ einzuführen, so der Geschäftsführer. Hintergrund des Vorstoßes des Handelsverbands sind neue Vorgaben der Europäischen Union. Denn das Umweltministerium muss eine diesjährige EU-Richtlinie umsetzen. Das Ziel: Bis Ende 2025 den Verbrauch an handelsüblichen Plastiktüten in Europa auf 40 pro Kopf zu reduzieren. Das wäre laut dem HDE ein deutlicher Unterschied zum bisherigen Verbrauch von ganzen 71 Tüten pro Person und pro Jahr bezogen auf Deutschland. Laut der Deutschen Umwelthilfe haben andere Länder sehr viel umweltfreundlichere Regelungen als Deutschland. So liegt Deutschland bereits jetzt deutlich unter dem von EU vorgegebenen Teilziel von 90 Tüten pro Kopf bis 2019.

Umwelt

Auch 2016 findet wieder die „Woche der Umwelt“ statt. Rund 170 Partner und Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien und Politik erhalten die Möglichkeit, ihre innovativen Nachhaltigkeits- und Umweltvorhaben am Amtssitz des Bundespräsidenten auszustellen. Das geladene Fachpublikum soll sich so einen Eindruck verschaffen können zur Vielfalt an neuen, umweltfreundlichen Technologien, Produkten, Dienstleistungen und Konzepten, die für eine verantwortungsvolle Gestaltung unserer Zukunft zur Verfügung stehen. Parallel zu der Ausstellung werden hochkarätige und vielfältige Vortrags- und Diskussionsmöglichkeiten geboten.