Glyphosat ein Pestizid, was am häufigsten genutzt wird bei der Landwirtschaft und dessen Nutzung zurzeit heiß diskutiert wird. Die große Frage, die sich alle stellen: Fördert das Unkrautgift nun Krebs oder nicht? In der letzten Zeit gab es unterschiedliche Bewertungen seitens der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz Efsa,  vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und von der IARC, Agentur für Krebforschung. Generell ist festzuhalten, dass IARC in erster Linie, wie stark die Beweislage dafür ist, dass etwas beim Menschen Krebs auslöst – und nicht, wie stark der Effekt ist während die Efsa und das BfR Risikobewertung betreiben. Der unterschied schlägt zeigt sich auch in den Methoden. Die Efsa stützt sich nur auf die Wirkung von Glyphosat, die IARC untersucht auch Mittel, in denen Glyphosat enthalten ist. Neben unterschiedlichen Untersuchungsmethoden, bekennen sich die Experten auch zu differenzierten Meinungen in entscheidenden: Die Efsa bezieht sich unter anderem auf neun Langzeitstudien mit Ratten. Die Studien konnte keine große Zunahme von Tumoren feststellen, sodass die Ergebnisse als beruhigend eingestuft wurden.  Die IARC hingegen stufte den Unkrautvernichter erst im Juli öffentlich als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Seit Monaten streiten Forscher und Politiker also über die Genehmigung beziehungsweise das Verbot von Glyphosat. 2016 würde das Zulassungsrecht des Pestizids in der EU auslaufen, der Bericht der Efsa ist bei der Entscheidung relevant, ob es weiterhin zugelassen wird.  Eine brauchbare abschließende Bewertung steht nach wie vor aus. Währenddessen mehren sich vage Vermutungen über die Art und Weise der  wissenschaftlichen Einschätzung des Mittels. Sogar Betrug wurde spekuliert. Umweltschützer kritisieren die EU Behörde für Lebensmittelsicherheit. Man fordert die Klärung der offenen Fragen und das Aussetzen von Anwendungen, bis man sicher sein kann.

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